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Clemens-Tobias Lange
Foto: courtesy Michael Lange |
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Buchkultur e.V., der Verein der Freunde antiquarischer Bücher, die Stadt Ludwigsburg und die Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V.
verliehen den
18. ANTIQUARIA-Preis 2012
Clemens-Tobias Lange
dem Gestalter herausragender Künstlerbücher.
Clemens-Tobias Langes Buchkunstwerke zeichnen sich durch subtile typographische Gestaltung,
reiche, originelle und zugleich sensible Materialität sowie durch sorgsame Auswahl hochrangiger alter wie zeitgenössischer Texte aus. So entstehen einerseits haptisch reizvolle Objekte, andererseits visuell ausgewogene Kompositionen aus Schrift und Bild.
Dieser Dichte entspricht die Vielfalt der von Clemens-Tobias Lange verwendeten grafischen Techniken einschließlich der in den neuen Werken vorherrschenden künstlerischen Fotografie. Immer gelingt ihm dabei die Balance zwischen gestalterischen und stofflichen Kontrasten in neuartigen Synthesen. Dabei wird er ebenso von fremden Kulturen wie durch Kooperationen mit Kollegen zu immer neuen Wegen angeregt.
Von bildlosen reinen Texten über Bücher mit differenziertem Bild-Text-Bezug bis hin zu Werken, in denen ausschließlich Bilder sprechen, erschließt Clemens-Tobias
Lange das breite Spektrum des Ausdrucksmittels Künstlerbuch, zu dessen Rang er damit – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus – Entscheidendes beigetragen hat.
Die Preisverleihung fand am Abend des ersten Messetages der 26. Antiquaria statt: Donnerstag, 26. Januar 2012 um 20.15 Uhr im "Podium" der Musikhalle Ludwigsburg.
Die Laudatio hielt Gunnar A. Kaldewey, der Begründer der Kaldewey Press New York und ehemalige Antiquar.
Die weiteren PreisträgerInnen
- 1995 Professor Dr. Albert Kapr für seine Arbeiten zur
Formengeschichte der Fraktur
- 1996 Büchergilde Gutenberg für ihr jahrzehntelanges
Engagement zur Buchkultur
- 1997 Eckehart Schumacher Gebler für seine Werkstätten und
das Museum der Druckkunst in Leipzig
- 1998 Dr. Herbert Jacob, Berlin, für seine bibliographische
Arbeit
- 1999 Josua Reichert für sein graphisches und
typographisches Werk als Drucker und Künstler
- 2000 Verlag Faber & Faber, Leipzig, für die inhaltliche
und ästhetische Qualität seiner Buchreihen
- 2001 Wulf D. von Lucius, Stuttgart, für sein Buch
"Bücherlust"
- 2002 Katharina Wagenbach-Wolff, Friedenauer Presse Berlin,
für ihre individuell und einfallsreich gemachten Bücher
- 2003 Reinhard Öhlberger, Wien, für seine Monographie der
Buchhändleretiketten: "Wenn am Buch der Händler klebt"
- 2004 Bernhard Fischer für seine Bibliographie: "Der
Verleger Johann Friedrich Cotta: Chronologische Verlagsbibliographie
1787 - 1832"
- 2005 Aufgrund der grossen Brandverluste widmet die Jury das
Preisgeld der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar.
- 2006 Jürgen Holstein, Berlin, für die Publizierung seiner
Sammlung: "Blickfang. Bucheinbände
und Schutzumschläge Berliner Verlage 1919 – 1933"
- 2007: Das Autorenteam des Kataloges: "Geraubte Bücher. Die
österreichische Nationalbibiothke stellt sich ihrer Vergangenheit."
- 2008: Hans Ries für seine Arbeiten zur
Illustrationsgeschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Edition der
Werke Wilhelm Buschs
- 2009: D.E. Sattler und KD Wolff für ihre
historisch-kritische Frankfurter Hölderlinausgabe
- 2010 Gangolf Ulbricht für seine Arbeit als Papiermacher,
Papierkünstler und Restaurator
- 2011 – Ines Geipel und Joachim Walther für die Reihe "Die Verschwiegene
Bibliothek" und der Gründung des "Archivs unterdrückter Literatur in der
DDR".
Ausserordentliche Ehrungen der Jury
- 1998 an Wendelin Niedlich als Anerkennung für seine
Verdienste für die Literatur
- 2002 an Hannelore Jouly als Anerkennung ihrer Verdienste
für die 'Lebendige Bibliothek'
- 2006 an Freundeskreis Buchkinder e.V.,
Leipzig, für das interessante,
bildungspolitisch aktuelles pädagogische Projekt, den Kindern das
Besondere an Büchern greifbar und
erlebbar zu machen ( www.buchkinder.de ).
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